
Wer kennt diesen Film nicht? Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen, Regie James Cameron, insgesamt 11 Oscars. “Titanic” zählt zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen aller Zeiten. Natürlich kennen wir diesen Film und sind wieder fasziniert; nicht einen Moment ziehen sich die 194 Minuten. Die Titanic war das größte und modernste Schiff zu seiner Zeit, die Jungfernfahrt von Southampton nach New York war ein weltweites Medienspektakel, erst recht der Untergang nach der Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik. 1514 Menschen kamen ums Leben, ein Streichquartett spielte bis zuletzt. War es ein tragisches Unglück oder Fahrlässigkeit? Der Film wirft diese Fragen auf. Die Titanic sollte noch schneller New York erreichen, die Sensation noch größer werden. In der aktuellen Lage kann man die Titanic als Allegorie deuten – wider besseres Wissen können die multiplen Krisen in einer Katastrophe enden.
Trump gegen den Rest der Welt, das kann und wird wohl nicht gut enden. Disruption in Maßen kann erstarrte Verhältnisse aufbrechen. Disruption als Prinzip ist kontraproduktiv und zerstört politische und wirtschaftliche Beziehungen – zum Schaden aller. Klare Worte findet ein Kommentar der Sylter Rundschau in den morgendlichen Pressestimmen im Deutschlandfunk: “Die gegen 183 Staaten verhängten Strafzölle sind der vorläufige Höhepunkt einer Politik, die jedes Gefühl für Maß und Mitte vermissen lässt. US-Präsident Donald Trump glaubt tatsächlich, sich mit der ganzen Welt anlegen zu können, ohne dass die amerikanische Wirtschaft und Gesellschaft Blessuren davontragen werden. Das ist nicht nur naiv, das ist größenwahnsinnig. Der von Trump ausgerufene ‚Liberation Day‘ ist kein Tag der Befreiung. Er wird sich vielmehr als Belastung für die USA erweisen. Denn er markiert nicht nur den Bruch mit der regelbasierten Ordnung des Welthandels und lässt Partner auf Distanz gehen.” (04.04.25) Einige mutige Bundesrichter stellen sich gegen die brachiale Zerstörung von Institutionen, die Demokraten haben sich noch immer nicht vom Schock der Niederlage bei der letzten Präsidentschaftswahl erholt, und in seiner eigenen Partei regt sich (noch) kein Widerstand gegen Trumps Destruktivismus.
Die Börsen reagieren unmissverständlich auf Trumps Furor: der Dow-Jones und der Nasdaq mit vielen Technologietiteln verzeichnen die größten Verluste seit der Corona-Pandemie 2020. Weltweit werden die Börsen von diesem Abwärtstrend mitgerissen. Und was sagt der Geschäftsmann Donald Trump dazu allen Ernstes? “Ich denke, es läuft sehr gut.” Die EU, der größte Binnenmarkt der Welt, hat keine guten Karten. Politisch und wirtschaftlich ist sie keine Einheit, militärisch und technologisch von den USA abhängig. Eine starke deutsche Regierung würde dringend gebraucht, allein die Koalitionsverhandlungen zwischen der Union und der SPD verheißen nichts Gutes. Ein “Irgendwie weiter so” droht, der Kanzler in spe Friedrich Merz hat bis jetzt keine Führungsqualitäten erkennen lassen, die CDU/CSU steht im aktuellen ARD DeutschlandTrend bei 26%, die AfD bei 24% und die SPD bei 16%. Nichts läuft sehr gut im Moment. Gar nichts!









