Vor dem Mond

Unter den Stichworten Mond und Drohnen entwickelte die KI dieses Bild.

Eine wolkenlose Nacht in Brandenburg, ideale Bedingungen, um eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Es ist stockdunkel am Madlitzer See, als plötzlich der Mond als zarte Sichel aus dem Schatten der Erde tritt. Beeindruckt verfolgen wir dieses Naturschauspiel, das wir indes mit dem iPhone nicht festhalten können. Das Handy zeigt mehr Mond als die Realität; wir stecken es weg. Was ist schon die unendliche Flut von Bildern gegen das echte Erlebnis. Auf meinem Smart-Phone habe ich inzwischen über 12.000 Bilder und Filmchen gespeichert, analog habe ich in meinem Leben vielleicht 100 Fotos gemacht. So dürfte es vielen gehen, die keine Muße haben oder Zeit finden, das ganze Material zu sichten, sich von Fehlschüssen zu verabschieden und den Rest in Alben zu ordnen. Der digitale Speicher wird täglich voller – nicht nur auf meinem Handy – und verbraucht immer mehr Energie. Prognosen gehen davon aus, dass 2030 die KI 3% des weltweiten Energieverbrauchs verschlingt. Ein einzelnes KI-Training (z. B. GPT-3) kann bis zu 5,4 Millionen Liter Wasser benötigen (www.basicthinking.de). Die letzten Informationen habe ich M365 Copilot von Microsoft entnommen; diese KI nutze ich seit einiger Zeit vor allem zur Recherche. 

Während wir die totale Mondfinsternis bewundern, wird die Ukraine mit über 800 russischen Drohnen angegriffen, die bis zu 90 kg schwer sein können; Kiew ist nur 1.150 km Luftlinie entfernt. Diesen Wahnsinn kann man nicht immer gewärtigen. Aber er rückt näher, wie der Abschuss von 19 Drohnen über Polen zeigt. Zar Putin möchte mit allen Mitteln die NATO-Ost-Erweiterung revidieren und ein neues großrussisches Reich errichten. Seinen Expansionsgelüsten konnten EU und NATO bislang nicht Einhalt gebieten. Die russische Schattenflotte bringt ungehindert Öl zu den zahlreichen Abnehmern in aller Welt, und die Schiffe zerstören gelegentlich noch Datenkabel, bis jetzt werden nur die Zinsen des russischen Staatsvermögens einbehalten, 18 Sanktionspakete haben Putin weder beeindruckt noch geschadet. Gerade beginnt das Manöver von Russland und Belarus mit dem vielsagenden Namen “Sapad 2025”, also “Westen 2025”. 

Vielleicht sollte man Putin und all die anderen Diktatoren und Autokraten einmal auf eine Raumstation schicken. Dieser Gedanke liegt nahe, wenn man den Roman “Umlaufbahnen” von Samantha Harvey liest. Das Buch erhielt 2024 den renommierten Booker Price und schildert das entbehrungsreiche und unerhörte Leben eines Astronautenteams, das die Erde alle 90 Minuten einmal umrundet. “Bald ergreift sie alle ein Verlangen. Das Verlangen, nein, das inbrünstige Bedürfnis, diese riesige und zugleich winzige Erde zu beschützen. Dieses wundersame und auf bizarre Weise hübsche Ding. Das in Ermangelung besserer Alternativen so unverkennbar zu ihrem Zuhause geworden ist. Ein grenzenloser Ort, ein schwebendes Juwel, schockierend hell. Kann die Menschheit nicht in Frieden miteinander leben? Im Einklang mit der Erde? Das ist kein frommer Wunsch, vielmehr eine gereizte Forderung. Können wir nicht aufhören, die eine Sache, von der unser aller Leben abhängt, zu tyrannisieren und zu zerstören, zu plündern und zu vergeuden?” Anscheinend nicht. 

Last und Leid

Die Vergangenheit lässt sich nicht zertrümmern. Szene aus dem Film „In die Sonne schauen“ © Neue Visionen Filmverleih GmbH

Endlich sitzen wir wieder einmal im Kino! Das sollte man viel häufiger tun, denn die Zahl der Besucher:innen ist im ersten Halbjahr in Deutschland wieder zurückgegangen. Die vielen digitalen Alternativen machen es den Kinos schwer. Zumindest die Generation der Babyboomer weiß das Erlebnis noch zu schätzen, zumal wenn ein deutscher Film auf dem Programm steht, der bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde. “In die Sonne schauen”, der zweite Spielfilm der Regisseurin Mascha Schilinski wurde in diesem Jahr mit dem Großen Preis der Jury geehrt und hierzulande als deutscher Beitrag für die Auslands-Oscars in Hollywood nominiert. Die Erwartungen des Publikums im ausverkauften Kino sind hoch, wenn man auch schon vorher wusste, dass Schilinski in zweieinhalb Stunden eine komplexe Geschichte ästhetisch sehr ambitioniert erzählen wird. 

“In die Sonne schauen” beobachtet das Leben von vier Frauengenerationen über einen Zeitraum von hundert Jahren, ohne dabei chronologisch zu erzählen. Im Gegenteil, Mascha Schilinski wechselt wie in einem Traum die Zeit- und Erzählebenen. Die Bilder des Kameramanns Fabian Gamper sind oft in dunklen Tönen gehalten, passend dazu düstere, unheimliche Töne, manchmal sind die Texte und Zusammenhänge schwer zu verstehen. Die Geschichten spielen auf einem Vierseithof in Sachsen-Anhalt und werden durch eine Kontinuität der Frauen und Mädchen als Opfer männlicher Dominanz zusammengehalten. Was genau passiert ist, schimmert allenfalls durch, wie und warum sich die Traumata über die Generationen “vererben”, bleibt unklar. Diese Unschärfe entspricht sicherlich dem wahren Leben, kann aber nichts erklären. Mit zunehmender Dauer des Films verliert das ästhetische Konzept von Mascha Schilinski und ihrer Co-Autorin Louise Peter seinen Reiz. Zwar verlassen nur wenige Besucher vorzeitig die Aufführung, das Publikum nimmt den Film aber sehr verhalten auf. “Nichts wie raus hier”, meint eine Dame enttäuscht. 

Sicherlich nimmt “In den Himmel schauen” die aktuelle Stimmung in der Bundesrepublik auf – die deutsche Lust an Mythen, Verdrängungen und Verschleierungen. Unheil dräut von allen Seiten, die Zukunft scheint unsicherer denn je, der Autoritarismus ist weltweit auf dem Vormarsch, Gesellschafts- und Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr. Die Generation Glück muss Abschied nehmen von der Illusion, es würde alles immer besser. Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx zitiert in seinem Essay “Die Welt ist aus den Fugen” Konfuzius und gibt uns mit auf den Weg: “Üben wir also für die nächste Zukunft: das Kleine im Großen schätzen. Das Bedrohliche anerkennen, aber ihm nicht dienen. Leichter werden. Durchlässiger. Das Gelingende wahrnehmen und verstärken. Ausweichen, wo es notwendig ist. Kämpfen, wo es Sinn ergibt. Die Widersprüche umarmen. Und dabei im Lächeln bleiben.” (Tagespiegel, 01.09.25) Um mit Hölderlin zum guten Schluss zu kommen: “Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch.” 

Stadt Land Fluss

Havelidylle am Morgen. © Rolf Hiller

Vor zwanzig Jahren wurde ich zu einem Segeltörn um Mallorca eingeladen, den ich nie vergessen werde. Zum einen war es mein Debüt als Leichtmatrose, zum anderen kamen wir nachts in ein fürchterliches Unwetter. Der Hilfsmotor und die Navigation waren ausgefallen, das Boot taumelte durch die Wellen. Vorher konnten wir wegen des Seegangs nicht in einen Hafen einlaufen. Der Skipper behielt die Ruhe: “Ein solches Schiff kann nicht sinken”, wiederholte er immer wieder. Ich vertraute ihm und hatte keine Angst. Nach solchen Erlebnissen kann eine Bootstour auf der Havel nicht schrecken. Freunde haben uns übers Wochenende eingeladen, wir haben insgesamt Glück mit dem Wetter. Es ist zwar für die Jahreszeit zu kühl, einen tüchtigen Regenschauer erleben wir auch, aber die meiste Zeit sitzen wir unter herrlichem Wolkenspiel am blauen Himmel. Und schon liegen wir im Hafen von Ketzin. Beim etwas schwierigen Anlegen komme ich mir so überflüssig vor wie vor zwanzig Jahren; ich bin wieder keine Hilfe. 

Die langsame Fahrt durch die Kanäle und auf der Havel entschleunigt. Die Zeit vergeht, ohne dass die Crew etwas tun müsste; der Skipper hat alles im Griff. Leere und doch so erfüllte Stunden. Abends gehen wir durch Ketzin ein Stück die Havel hinauf zum Essen. Der Ort wirkt wie ausgestorben, viele Häuser sind leer und unbewohnt. Wie mag es hier im Winter sein, geht es mir durch den Kopf, als wir wieder auf dem Boot sind. Die Landflucht ist nur eines der vielen Probleme der Dörfer in Brandenburg, in die Touris gerne kommen, aber keineswegs dort leben wollen. Nach einem Glas Rotwein beginnt die frische und für mich etwas zu kurze Nacht in einem etwas zu harten, kleinen Bett. Dennoch stecken wir das alle gut weg und wollen im nächsten Jahr wieder eine Tour zusammen machen. Nach dreißig Stunden machen wir im Zielhafen fest. 

In Berlin lebten Anfang 2024 55.656 wohnsitzlose Menschen. © Rolf Hiller

Einen Cocktail zum Abschied nehmen wir im Katharinenhof, direkt am kleinen Bootshafen gelegen. Unter einer Brücke habe ich ein Zelt gesehen. Hier lebt einer von 55.656 (Anfang 2024 laut KI) wohnungslosen Menschen in Berlin, in Sichtweite vom Katharinenhof. “Residenz-Wohnen und Pflege mit Stil in Berlin. Leben in fantastischer Lage am Spandauer See” ist auf dessen Homepage zu lesen. Im “Uferparadies” ist eine 1-Zimmer-Wohnung inklusive zahlreicher Serviceleistungen ab 2.000, — € monatlich zu haben. Wie von selbst kommen unsere Gespräche auf die Sozialversicherungssysteme. Die Kosten für Gesundheit, Pflege und Rente werden nicht länger zu finanzieren sein. Dänemark hat das Renteneintrittsalter ab 2040 auf 70 Jahre erhöht, natürlich wird es dort Ausnahmen geben (müssen). Hierzulande scheuen sich die Politiker:innen von jeher, diese Probleme anzugehen; irgendwo drohen immer Wahlen. Am 14. September stehen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen an. Nicht nur bei der SPD geht in ihrer einstigen Hochburg die blanke Angst um. 

Luftschlösser

Das kleine Amphitheater auf dem riesigen Tempelhofer Feld. © Rolf Hiller

An Illusionen herrscht in der Hauptstadt kein Mangel, nicht nur im Regierungsviertel. Etwa dass die Neugestaltung des Potsdamer Platzes nach der Wende ein Beispiel gelungener urbaner Architektur ist. Nach 1989 bestand die Chance, diese Brache mitten in der Stadt neu zu entwickeln. Statt sich Zeit zu lassen und hier visionärer Architektur Raum zu geben, hat man das Gelände Immobilienspekulanten und Konzernen überlassen. Entstanden ist ein öder, funktionaler, menschenfeindlicher Ort, an den sich nur Touris verirren, außer es ist Berlinale. Hat dieses städtebauliche Totalversagen womöglich das Volksbegehren gegen jegliche Bebauung des Tempelhofer Feldes beeinflusst? Die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld startete 2014 einen Volksentscheid, der bekanntlich mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde. Seitdem ist nichts mehr passiert, nicht einmal ein paar schattenspendende Bäume wurden gepflanzt. Alle Versuche, zumindest eine Blockrandbebauung zu ermöglichen, hatten keinen Erfolg. In Berlin fehlen derzeit mehr als 50.000 bezahlbare Wohnungen! 

Auf dem öden Tempelhofer Feld hat das Atze Musiktheater ein kleines Luftschloss errichtet. “Open Air für Berlin!” wird hier von Mai bis September ein vielseitiges Programm geboten. Wir erleben für einen sehr fairen Preis gleich zwei Bands im kleinen Amphitheater aus Holz: Pop-Groove von Krypto Kosmetik und Jazz-Groove des Trios ELEVEN onzelf. In beiden Bands ist Nora Jim am Synthesizer zu erleben. Vielschichtiger sind ihre Kompositionen in ihrem eigenen Trio, in dem sie sich als Musikerin & Sängerin ganz anders profilieren kann; “Salat Alles” heißt ihre letzte Veröffentlichung. Wir verlassen das Luftschloss und fahren mit unseren Rädern über das unwirtliche Gelände. Im Dunkel sehen wir das riesige, halbrunde Gebäude des Flughafens; die Unterhaltskosten werden auf rund 100.000 € täglich geschätzt. Viel, allzu viel Geld für 386 Hektar leere Fläche mitten in der Stadt – darauf hätten über 500 Fußballfelder Platz! Demnächst eröffnet die Komische Oper in einem der Hangars mit “Jesus Christ Superstar” ihre neue Spielzeit. Sicherlich spektakulär, sicherlich teuer. 

Wir haben es ja noch, obwohl das BIP im zweiten Quartal 0,3% gegenüber dem ersten gesunken ist. Die Hoffnungen der Bundesregierung auf ein Anspringen der Konjunktur in diesem Jahr könnten sich als Chimäre erweisen; der von Finanzminister Lars Klingbeil für 2027 erwartete Fehlbetrag im Haushalt liegt bei über 30 Milliarden Euro. Durch Trumps erratische Strafzoll-Politik ist für die deutsche Wirtschaft derzeit in den USA nicht viel zu holen, aber vielleicht gewinnt ein deutscher Film im nächsten Jahr den Auslands-Oscar in Hollywood. Pünktlich zum Filmstart am 28. August wurde “In die Sonne schauen” der Regisseurin Mascha Schilinski als deutscher Beitrag für diesen Wettbewerb nominiert. Bereits In Cannes wurde die völlig unbekannte Regisseurin für ihren ästhetisch anspruchsvollen Generationenfilm mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, der von „100 Jahren Leben auf einem Bauernhof in der Altmark“ erzählt. Mascha Schilinski (41) hat die Schule abgebrochen, lange in einer Casting-Agentur gejobbt, war jahrelang auf Reisen und hat sogar einmal als Feuerschluckerin in einem Zirkus gearbeitet. Beste Voraussetzungen für gutes Kino. 

Draußen im Lande

Lost Place in Brandenburg: die Gutsanlage Gentzrode. © Karl Grünkopf

Pünktlich treffen wir in Netzeband ein. Der Ort liegt 100 km nordwestlich von Berlin. Wir sind dort zu einer großen Hochzeitsfeier eingeladen, die mit einem Workshop beginnt. Wir werden in Gruppen eingeteilt, lernen uns durch gegenseitiges Befragen kennen. Ein Sprecher stellt dann die Teilnehmer:innen der Festgemeinde vor. Natürlich kann ich mir bei weitem nicht alle Namen merken – die Hochzeitsgesellschaft besteht bestimmt aus 80 Gästen. Höhepunkt des sorgsam geplanten Programms ist eine Zeremonie im weitläufigen Garten. Der “Kemper Hof” eignet sich bestens für dieses Event, es gibt genug Platz, Angebote und Rückzugsräume. Damit liegen die aktuellen Betreiber der früheren “Märkischen Höfe” ganz im Trend. Sie haben sich von individuellen Gästen und Touristen verabschiedet und bieten ihren “Kemper Hof” nur noch im Gesamtpaket an – als Eventlocation. Diese Neuorientierung der Gastronomie nicht nur in Brandenburg wird die dörfliche Struktur weiter aushöhlen. In vielen Orten gibt es keine Gastwirtschaft mehr. Man kann dort nur noch wohnen. 

Zum Glück ist “Die Elsenhöhe” in Flecken Zechlin noch keine Event-Location. Direkt am Schwarzen See gelegen, bietet das Haus Ferienwohnungen an. In der Gemeinde leben 700 Menschen, es gibt es noch einen Bäcker, einen Supermarkt und eine Gärtnerei, aber schon lange keine nennenswerte Gastronomie mehr. Beim Friseur mit urbanen Preisen erkundige ich mich nach dem wuchtigen, mehrstöckigen Häuserriegel, in dem einst ein Hotel mit südafrikanischer Küche untergebracht war, und das schon seit Jahren leer steht. Da solle ein Flüchtlingsheim entstehen, gibt mir die Betreiberin des Salons zur Antwort. Es gebe allerdings noch Unstimmigkeiten zwischen dem Bürgermeister der Stadt Rheinsberg, der auch für Flecken Zechlin zuständig ist, und dem Landrat. Die Friseurin vermeidet eine Bewertung, aber es liegt auf der Hand, dass die Unterbringung von knapp 200 Flüchtlingen in einem so kleinen Dorf ein Problem darstellt. 

Von Freunden werden wir auf die Gutsanlage Gentzrode in der Nähe von Neuruppin aufmerksam gemacht, die als Baudenkmal von landesweiter Bedeutung gilt und bis 1991 von der Roten Armee genutzt wurde; seitdem steht das prächtige Haus leer und verfällt. Auf einem überwucherten Waldweg erreichen wir diesen lost place und sind fasziniert. Wie kam der preußisch-deutsche Unternehmer Ludwig Alexander Gentz darauf, in dieser gottverlassenen Gegend 1861 ein Herrenhaus nach maurischem Vorbild zu errichten? Die Geschichte des Gebäudes im Stil des orientalischen Historismus liest sich abenteuerlich und regt zu allerlei Spekulationen an. 2010 haben schließlich die türkischen Investoren Volkan Başeğmez und Bilgiç Ertürk Gut Gentzrode erworben; Gerüchten zu Folge wollen sie dort ein Luxus-Resort errichten (Wikipedia). Passiert ist allerdings seit Jahren nichts, und es steht zu befürchten, dass die Gutsanlage Gentzrode ein lost place bleibt und weiter verfällt. Ein Jammer!  

Generation Glück

Mit den beiden Worten der Headline hat natürlich die KI ein Bild mit jungen, lachenden, sympathischen Menschen produziert. Ist das die Generation Glück? Zweifel sind angebracht, die Stichworte hat jede:r sicher parat. Das große Los haben dagegen ganz sicher die Babyboomer gezogen, die in den Jahren 1955 – 1969 geboren wurden. Für diese Generation ging es tatsächlich immer bergauf – immer mehr, immer besser. Ein Freund spricht von der Gnade der frühen Geburt. Das Buch “Grenzen des Wachstums” (1972) haben wir natürlich gelesen, es gab Kriege & Krisen, aber Klimawandel, eine Spaltung der Gesellschaft und hyperglobale Krisen belasteten noch nicht. “Die Rente ist sicher”, verkündete der Arbeitsminister Norbert Blüm in den 1980er Jahren gebetsmühlenartig, als hätte er schon geahnt, dass die umlagefinanzierte Rente einst in eine Krise kommen würde. 1962 kamen noch 6 Arbeitnehmer auf 1 Rentner, heute sind es nur noch 2; gleichzeitig ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen. 

Eine Politik, die über Wahltermine, Umfrageergebnisse und Social Media Hypes hinausgeht, sollte diese Tatsachen anerkennen und daraus die richtigen Konsequenzen ziehen. Stattdessen fließt im Bundeshaushalt 2026 fast ein Viertel des Gesamtetats von 520 Milliarden Euro als Zuschuss in die gesetzliche Rentenversicherung. Um tragfähige Lösungen drückt sich die Politik seit langem. Ein Leugnen des demographischen Wandels in der BRD kommt einer Realitätsverweigerung gleich und wird sich in naher Zukunft bitter rächen. Um eine Bestandsaufnahme mit der wahren Generation Glück, zu der auch Kanzler Merz (* 11.03.1955) gehört, drückt sich die Politik seit Jahrzehnten herum. Ein fairer Deal mit den Babyboomern muss aber gefunden werden. Genauso nötig ist eine Bestandsaufnahme im Gesundheitssystem – Kranken- und Pflegeversicherung müssen grundlegend reformiert werden. Schwierige & schmerzhafte Fragen werden zu stellen und zu beantworten sein. Wahlgeschenke sind leichter zu verteilen. 

Wie lange regiert schon die CDU/SPD-Koalition unter Friedrich Merz? Gefühlt schon so lange wie die sogenannte “Zukunftskoalition” davor. Eine unrühmliche Rolle spielt dabei der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Jens Spahn. Er hatte sich wie der Kanzler für die Berufung von Frauke Brosius-Gersdorf zur Verfassungsrichterin ausgesprochen, konnte oder wollte aber dann nicht die Zustimmung seiner Fraktion sichern. Im Gegenteil wurde Deutschlands inzwischen bekannteste Juristin durch Verleumdungen und Hetz-Kampagnen in den (a)sozialen Medien desavouiert. Jetzt hat sie auf ihre Kandidatur verzichtet. Nun macht sich die unheilige Allianz aus AfD, Reaktionären der Katholischen Kirche und der CDU/CSU daran, die andere Kandidatin der SPD, Ann-Kathrin Kaufhold, zu verunglimpfen. Nicht nur die Süddeutsche Zeitung ist entsetzt: “Frauke Brosius-Gersdorf ist Opfer geworden einer beispiellosen Hetzkampagne, wie man sie mit diesen konkreten politischen Folgen in Deutschland wohl bisher nicht erlebt hat. Rechtspopulistische Medien und Aktivisten haben es in einer gemeinsamen Desinformationskampagne geschafft, das Zerrbild einer linksradikalen Juristin zu schaffen, die zu extreme Thesen vertrete für das höchste deutsche Gericht. Dass diese Darstellung nichts gemein hatte mit der Realität, ist in den vergangenen Wochen umfassend beschrieben worden.” (08.08.25) Das hat keine Generation Glück verdient! 

Apokalypsen

„Hänsel und Gretel“ (Jeanette Treusch und Thorsten Morawietz) als Dämonenjäger. © Rolf Hiller

Im Sommer verlässt Die Dramatische Bühne ihr Domizil in der Exzess-Halle und veranstaltet traditionell ihr Freilichtfestival im Frankfurter Grüneburgpark. Das ist in diesem wetterwendischen Juli ein riskantes Unterfangen. An einem frischen Abend haben sich dennoch knapp 100 Besucher:innen vor der Bühne eingefunden, um “Hänsel & Gretel” einmal ganz anders zu erleben. Nicht bloß dieses Märchen wird in einem aberwitzigen Parforceritt auf die Bühne gebracht; Thorsten Morawietz und seine Truppe gehen in die Vollen. “Sämtliche Märchen der Brüder Grimm als trashiges Apocalypse-Märchen”, ist auf ihrer Homepage zu lesen, “voller perverser Prinzen und blutgeiler Hexen. Der heißeste Act seit dem Wunderlichen Spielmann und dem Duett von Brüderchen und Schwesterchen. Lassen Sie ihre Kinder zu Hause, es wird schmutzig und gemein. Ab 18 Jahren.” Das klingt vielversprechend. Oft sind wir nicht in der Lage, bei der rasanten Nummernfolge den Durchblick zu behalten. Die Szenen wechseln so schnell wie Kostüme, derbe Texte mit tiefen Einsichten. 

An der Kasse werde ich vorsichtig nach meinem Alter gefragt und bekomme dann die Tix zum Seniorentarif. Dabei arbeite ich nach wie vor in meinem Job, bin also nur statistisch ein Rentner, obwohl ich als Selbstständiger nie vorgehabt habe, mit dem sogenannten Renteneintrittsalter mit der Arbeit aufzuhören. Ich werde das Sozialsystem wahrscheinlich nie belasten, das uns bald um die Ohren fliegen wird. Der vom Bundeskabinett verabschiedete Haushaltsentwurf für 2026 sieht Rekord-Ausgaben in Höhe von 520 Milliarden Euro vor. Größter Einzelposten ist wieder das Ministerium für Arbeit und Soziales mit einem Etat von 197,4 Milliarden Euro – die Bundeszuschüsse für die Rentenversicherung betragen 127,8 Milliarden Euro, das Bürgergeld schlägt mit 41 Milliarden Euro zu Buche. Damit nicht genug. Trotz neuer Schulden reicht das Geld hinten und vorne nicht. In der Finanzplanung 2027 – 2029 fehlen 172 Milliarden Euro! Das ist kein “trashiges Apocalypse-Märchen”, das ist die apokalyptisch anmutende Perspektive der deutschen Staatsfinanzen. 

Was tun? Die sprichwörtliche schwäbische Hausfrau würde einen schonungslosen Kassensturz machen und allerlei Wahlgeschenke für Bauern, Gastwirte, Mütter und Pendler auf den Prüfstand stellen. Oder sie würde an Ernst Jandl denken, der heute vor einhundert Jahren in Wien geboren wurde und mit seiner experimentellen Lyrik in den späten Jahren zu einem Popstar des Literaturbetriebs avancierte; lange hatte er seinen Lebensunterhalt als Lehrer verdienen müssen. Eines seiner bekanntesten Gedichte heißt “ottos mops” und entstand 1963; das sollte man unbedingt von ihm selbst hören. Es verwundert nicht, dass er sich für Jazz begeisterte, eine große Plattensammlung hatte und mit Jazzmusiker:innen zusammengearbeitet hat. Auf der Schallplatte “vom vom zum zum”, aufgenommen im April 1988, ist er mit der Lauren Newton, Wolfgang Puschnig und Uli Scherer zu hören. Wie gut, dass ich meine Platten noch habe.

Good Luck in Mainhattan

Die eindrucksvolle Frankfurter Skyline bei Nacht. © Rolf Hiller

Der ICE kommt fast pünktlich (!) im Frankfurter Hauptbahnhof an. Schnell noch eine Brezel besorgt und weiter geht’s mit der Straßenbahnlinie 16 Richtung Offenbach – zur Gerbermühle. Der Sommerabend könnte schöner nicht sein, wir sitzen direkt am Main, Essen & Getränke holt man sich selbst. Abgeteilt von der Ebbelwoi-Wirtschaft ist der feinere Teil des Traditionslokals mit mehr Auswahl und Bedienung. Heuer findet unser kleines Familientreffen in Frankfurt statt, und ich erlebe diese Stadt, in der ich seit Jahrzehnten arbeite, hier studiert und einige Jahre gelebt habe, als Tourist. Am nächsten Morgen treffen wir uns am Flemings Riverside Hotel zu einer Stadtführung. “Gude, ich bin der Franz”, begrüßt uns der Sachsenhäuser Bub Franz Kindermann, der seit 17 Jahren Touris seine Stadt zeigt und immer noch großen Spaß an diesem Job hat. Los geht’s am Main entlang zur Flößerbrücke und dann weiter Richtung Eiserner Steg. 

Der studierte Politologe spult sein Programm nicht einfach runter, sondern nimmt sich Zeit und ist jederzeit offen für Fragen. Interessant seine These, dass nicht bloß Konrad Adenauer sich einst gegen Frankfurt als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland stark machte. Auch Alt-Nazis hätten dagegen polemisiert. Wäre die Wirtschaftsmetropole und alte Kaiserstadt Frankfurt Hauptstadt geworden (ein Plenarsaal war schon gebaut und wird heute als Sendesaal des Hessischen Rundfunks genutzt), wäre Berlin niemals mehr zum Zuge gekommen. Wir verlassen Hibbdebach (die nördliche Mainseite) und gehen über den Eisernen Steg – die Fußgängerbrücke wird durch tausende Liebesschlösser verschandelt – nach Dribbdebach in die Altstadt von Sachsenhausen, wo zum Abschluss der Stadtführung im Traditionslokal “Frau Rauscher” noch ein Tasting verschiedener Apfelweinsorten stattfindet. Früher kelterten viele Ebbelwoi-Kneipen ihr Stöffche noch selbst. Heute gibt es dieses Angebot nur noch in der Buchscheer. Im Hof der “Klaane Sachsehäuser” mit den großen Portionen klingen die wunderbaren Stunden in Frankfurt aus.  

Gerne wieder, gerne wieder mit Franz, der den Touris noch eine Weisheit mit auf den Weg gibt: “Alle Sachsenhäuser sind Frankfurter, aber nicht alle Frankfurter sind Sachsenhäuser.” Nächstes Jahr wollen wir uns in Luxemburg treffen, und vielleicht spielt das Wetter wieder mit. Letzte Woche hatte ich noch von einem strikten Wasserentnahmeverbot in Brandenburg berichtet, das inzwischen wieder aufgehoben ist. Man sollte sich vom schlechten Sommerwetter derzeit weder die Laune verderben lassen noch wähnen, der Klimawandel finde gar nicht statt. “In Deutschland beträgt (der Temperaturanstieg) bereits 2,3 Grad gegenüber dem Beginn der systematischen Messungen 1881”, stellt die Präsidentin des Deutschen Wetterdienstes Sarah Catherine Jones fest (Tagesspiegel 23.07.25). Nicht nur beim Klima leben wir über unsere Verhältnisse. Gestern war der Erdüberlastungstag. Seitdem verbraucht die Menschheit mehr Ressourcen als zur Verfügung stehen. Deutschland erreichte den Überlastungstag bereits am 3. Mai, die USA am 13. März. Im Ranking des Earth Overshoot Day steht Luxemburg hinter Oman auf dem 2. Platz. Wir kommen trotzdem. Ein Leben ohne Widersprüche ist nicht möglich. 

Landpartie

Stillleben in Bornsdorf © Karl Grünkopf

An einem regnerischen Sonntagvormittag nach Bornsdorf zu den Brandenburgischen Sommerkonzerten. Im Bus des Veranstalters sitzt die Generation 60 plus, überwiegend Frauen. Schon lange wollen wir zum Internationalen Kammermusikfestival Fliessen, das die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und ihr Mann Martin Helmchen (Klavier) vor drei Jahren aus der Taufe gehoben haben. Mit ihren Kindern leben sie in einem alten Gutshaus in Bornsdorf. Auf ihrem weitläufigen Grundstück findet in der Drauschemühle das Abschlusskonzert dieser Saison statt. Vom schlechten Wetter lassen sich die Musiker:innen und die vielen Helfer:innen nicht abschrecken. Auch das Publikum ist bester Stimmung. Wir sind von den freundlichen “Muttis” und dem örtlichen Fußballtrainer beeindruckt, die selbst gebackenen Kuchen verkaufen, damit die Kinder aus der Gegend in ein Sommercamp fahren können. Die Gemeinde hat dafür kein Geld mehr! Wir kaufen & spenden gerne und sind immer wieder beeindruckt von ihrem ansteckenden Optimismus. Bornsdorf gehört zum Kreis Dahme-Spreewald; dort kam die AfD bei der letzten Bundestagswahl auf 33,9%. 

Auch vor diesem Hintergrund kann man das Engagement von Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen – beide herausragend auf ihren Instrumenten – nicht hoch genug einschätzen. Die Atmosphäre auf ihrem Festival ist hemdsärmelig im besten Sinne des Wortes. Nach einem spannenden und locker moderierten Programm für Kinder bildet Robert Schumanns herrliches Klavierquartett op. 47 den Abschluss des Festivals mit einer phantastischen Antje Weithaas an der Violine. Mit der Fliessen-Fliessen-Hymne (“New York New York”), bei der alle Musiker:innen auf der Bühne stehen, geht ein Konzerterlebnis der ganz besonderen Art zu Ende. Im leichten Nieselregen besteigt die Generation 60 plus den Bus und macht sich auf die Heimreise. Der Regen stört überhaupt nicht bei diesem Ausflug ins südliche Brandenburg. Im Gegenteil wissen inzwischen doch (fast) alle, dass der wetterwendische Sommer in diesem Jahr das viel zu trockene Frühjahr nicht wird ausgleichen können. 

Die Wassernot ist groß in Brandenburg. Deswegen haben einige Landkreise ein striktes Wasserentnahmeverbot angeordnet. Wer dagegen verstößt, dem drohen drastische Strafen bis zu 50.000 Euro. Das dürfte die Elbe als Wasserstraße nicht mehr retten. Davon ist zumindest der Landesverband Sachsen des BUND überzeugt und veröffentlichte auf seiner Homepage am 11.07.25: “Die Elbe ist als Güterverkehrsweg faktisch nicht mehr nutzbar. Bereits im Winter, seit Ende Februar 2025, herrscht dauerhaftes Niedrigwasser. Zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und Magdeburg wurden dieses Jahr an 122 Tagen die für Gütertransporte notwendigen 1,40 Meter unterschritten, an über 60 Tagen wurde weniger als 1,0 Meter gemessen – und der Sommer hat gerade erst begonnen.” Gewaltige Investitionen werden die Elbe als Wasserstraße nicht retten. Immer deutlicher wird, dass die Folgen des Klimawandels die Staaten teuer zu stehen kommen. Derzeit handeln die größten CO2-Emmitenten (China 34%, USA 12%, Indien 7,6%, EU 6,4% im Jahr 2023 / Wikipedia) weiter, als gäbe es kein Morgen. Nach uns die Sintflut! 

Wetterwendisch

Unter den Stichworten sprunghaft, widersprüchlich, instabil entwickelte die KI dieses Bild.

Wollte man die Lage mit einem Wort beschreiben, dann fasst es die Headline dieses Beitrags sehr gut. Unter woxikon.de werden als Synonyme sprunghaft, opportunistisch, wankelmütig, widersprüchlich und instabil aufgezählt. Das trifft es sehr gut im Allgemeinen wie im Besonderen. Nicht nur das Wetter ist in diesem Sommer bis jetzt noch wendisch (dem aktuellen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge war der Juni der wärmste in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen!), der amerikanische Präsident Donald Trump hält die Welt mit immer neuen Volten in Atem. Damit schafft er mehr Probleme, als sie zu lösen. Nun kann die Ukraine wieder auf neue Waffenlieferungen hoffen, um sich gegen die nächtlichen Drohnen- und Raketenangriffe zu verteidigen, die Putin gnadenlos abfeuern lässt. Wenn die Ukraine diesem Terror aus der Luft nicht mehr standhält, werden Millionen Menschen ihre Heimat gen Westen verlassen. 

Ist es vor diesem Hintergrund sinnvoll, eine Wiederaufbaukonferenz für das geschundene Land abzuhalten wie jetzt in Rom? Solange es keinen Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs gibt, machen solche Zusammenkünfte den zweiten Schritt vor dem ersten. Ohne Gebietsabtretungen wird es kein Ende dieses Konflikts geben, was nichts anderes bedeutet, als den russischen Angriffskrieg im Ergebnis zu akzeptieren. Der neue Status Quo, notierte ich kürzlich, muss dann aber von den USA, China, Indien, der EU und der NATO garantiert werden. Diese Allianz hätte alle Möglichkeiten, genug Druck auf den russischen Zaren Putin auszuüben. Diese Aussicht mag bedrückend erscheinen, aber ein widerspruchsfreies Leben ist nicht zu haben. Wenn wir ins Ballett gehen oder eine Ausstellung besuchen, geht mir immer wieder durch den Kopf: Wir leben unser normales Leben, und die Menschen im Sudan, in der Ukraine und im Gazastreifen fürchten täglich ums Überleben. Wer sich die ganzen Krisen dauernd vor Augen hält, bringt sich um den Verstand. 

Sinn im Ungewollten – „Genbeschleuniger“ (1992) von Wilfried Schwerin von Krosigk

Das wollen wir nicht und sind vom Gastspiel “Figures in Extinction” des Nederlands Dans Theater in der Deutschen Oper beeindruckt, zumindest tänzerisch. In immer neuen Bildern erinnert die international besetzte Company an ausgestorbene Arten – die Liste ist erschreckend lang und wird täglich länger. Findet die Extinction Rebellion jetzt nur noch ästhetisch statt? Von Protesten gegen die Klimapolitik ist derzeit kaum noch etwas zu hören. Die neue Bundesregierung und die EU haben das brennende Thema in die Zukunft geschoben – das wird uns noch teuer zu stehen kommen. Damit beschäftigt sich der Künstler Wilfried Schwerin von Krosigk (noch) nicht. In der Ausstellung “New York – Berlin” in der Galerie Z22 sind Arbeiten von ihm aus den 1980er Jahren und neue Werke zu sehen. Ihn interessieren “Suchbewegungen, deren Sinn sich im Ungewollten enthüllt – dort, wo sich das Überraschende und Rätselhafte entfalten kann.” Das ist nicht weniger bedroht als die Arten.