Zurück zur Normalität

Normal ist das nicht, wie die Italienerin Sheyen Caroli sich verbiegen kann. © OVAG-Varieté 2023

Die großen Shows sind wieder da, und das Publikum kommt zurück. Vor der Mercedes-Benz-Arena in Berlin gibt es mehrere Schlangen – alle wollen „Geheimnis der Ewigkeit“ erleben. So heißt das neue Programm von Cavalluna, der größten Pferdeshow Europas, wie die Veranstalter verkünden. Knapp 22.000 Besucher:innen wollten die vier Shows sehen – weniger als vor der Pandemie, aber doch ein guter Neustart in die Normalität. Die Nummern der Pferdeartist:innen waren teils atemberaubend, die Story hanebüchen, die Texte hölzern. Dem Spaß tat das aber keinen Abbruch, und natürlich kommen wir nach der Show mit den Kids nicht am Merchandising-Stand vorbei. Im nächsten Jahr geht‘s weiter. 2024 will uns Cavalluna ins „Land der Träume“ mitnehmen…

Nach der Show ist vor der Show. Nach drei Jahren Pause gibt es endlich wieder das spektakuläre OVAG-Varieté in Bad Nauheim, und natürlich kann man sich auf der Homepage schon auf das Programm 2024 freuen. Logistisch ist das für die Veranstalter eine besondere Herausforderung; galt es doch, die nicht zurückgegebenen Tickets der Jahre 2021 und 2022 zu berücksichtigen. Das Programm beginnt poetisch-spektakulär mit den Catwall Acrobats aus Kanada, die auf meterhohen Schwingen sanft über die Bühne gleiten. Wieder ist es Andreas Matlé, dem Spiritus rector des OVAG-Varieté, und seiner Mitarbeiterin Anne Laumann gelungen, eine erstklassige Show zusammenzustellen, die immer wieder mit Überraschungen wie Magus Utopia (sie bringen einen Albtraum auf die Bühne) oder der mongolischen Troupe Khadgaa mit ihren unglaublichen menschlichen Pyramiden begeistert. Varieté-trunken verlassen wir nach 23h das Dolce-Theater und sind noch gar nicht in der Lage, die vielen Eindrücke wieder auseinanderzuhalten.

Im nächsten Jahr feiert das OVAG-Varieté seinen 20. Geburtstag, dann dürfte die Maskenpflicht in Deutschland – bis auf Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime vielleicht – Geschichte sein; Corona wird endemisch und zu unserem Leben gehören wie die Grippe in der dunklen Jahreszeit. Masken habe ich in den beiden Shows nur eine Handvoll gezählt; gegen meine Absicht ließ auch ich den Mund-Nasen-Schutz stecken – und liege damit im Trend. Die Maskenpflicht im ÖPNV endet nun auch in den letzten Bundesländern am 2. Februar. Und ab diesem Tag darf man/frau dann ebenfalls im Fernverkehr der Deutschen Bahn wieder ohne reisen. Ende gut, alles? Die Folgen der Pandemie lassen sich derzeit noch gar nicht abschätzen.

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